ESAB TT-Camp 2018

von links: Ludwig, Thorben, Max, Maximilian, Alexander, Tevis, Tobias, Luzius, Florian, Nicklas, Jonas, Sothra, Jörg

Abschlussrunde des ESAB Tischtennis-Camps 2018 im Seminarraum 3 im Sport-und Bildungszentrum Lindow, Freitag 10:30 Uhr. Max, 10 Jahre alt, wiederholt, was sein Vorredner gesagt hat: „… und das Essen war auch sehr lecker!“ Alexander Franke, Lehrwart des Tischtennis Verband Brandenburger, kann sich ein lächelen nicht verkneifen und antwortet: „Das freut mich, aber ihr wisst schon, dass ich nicht der Koch bin, oder?“ Ich denke: „Ja, das ist für die zwolf 10-15 jährigen Jungs bestimmt die schwierigste Übung: Gedanken ordnen, bewerten und vor einer Gruppe reden.“

Das Tischtennisspielen fiel ihnen hingegen viel leichter. Voll Begeisterung haben wir jeden Tag drei Trainingseinheiten absolviert. Acht Stunden Techniktraining, Lachen, Schwitzen, Konditionstraining, Wetteifern und Krafttraining.

Bei allen war ich als Teilnehmer und Trainer dabei. Das fühlte sich als 48-Jähriger zwar manchmal etwas schräg an, doch gab es mir auch die Gelegenheit, das Training eines sehr erfahrenen Trainers aus Teilnehmersicht zu erleben. Sehr wertvoll, weil ich als Jugendlicher keinen Tischtennis Trainer hatte.

Und die Kinder waren zusätzlich motiviert, wenn es gegen den „Opa“ ging.

Das Schönste an der Woche in Lindow war für mich, dass wir zu einer richtigen Gemeinschaft geworden sind. Und das ging in drei Phasen:

Zuerst waren wir uns fremd, kanten unsere Namen, unsere Besonderheiten und unser Tischtennisspiel nicht. Nach einem Tag saßen die Namen und mit den vergebenen Spitznamen gings in die zweite Phase, dem Kampf.

Einige Kinder bekamen Spitznamen ab, die ich als ziemlich gemein empfunden habe. Da war Keule, Atze Peng, Grinsebacke, Mad Max, Kevin Jonas und Fischkopf. Ich glaube, die meisten haben nicht bewusst mitbekommen, wie verletzend die „Kosenamen“ waren, doch unterbewusst wurden sie als Pfeil und Bogen benutzt, um in der Gruppe zu kämpfen.

Irgendwann mitte der Woche, nach dem Beachvolleyball, Badeausflug oder gemeinsamen Fußballweltmeisterschaftgucken wurden wir eine authentische Gruppe. Wir standen füreinander ein, unterstützten und folgtem dem Trainer.

Wir waren mehr geworden, als  Einzelspieler, wir waren eine Mannschaft.

Das Camp war eine wirklich richtig tolle Sache. Hoffentlich findet es auch 2019 wieder statt. Ich würde mich riesig freuen, wenn dann auch weitere Teilnehmer aus unserem Verein dabei sind.

Informationen gibts rechtzeitig Anfang des nächsten Jahres auf der TTVB Seite und bei der ESAB

Was Hänschen nicht lernt,

lernt Hans nimmermehr“, sagt der Volksmund und so höre ich es auch immer wieder beim Tischtennis. Viele trauern der Jugendzeit nach, in der das Erlernen und Verbessern der Tischtennistechnik spielend einfach gewesen wäre. „Jetzt ist es zu spät, etwas dazu zu lernen.“, sagen sie.

Tatsächlich ist dies eine weit verbreitete Meinung über die Lernfähigkeit des Menschen: Wir kommen leer auf die Welt, lernen in den ersten Lebensjahren alles Nötige und sind fertig, wenn wir unseren Beruf ergreifen.

Doch heute wissen wir: Das stimmt gar nicht.

Die moderne Gehirnforschung hat herausgefunden, dass die Möglichkeit zu lernen ein Leben lang bestehen bleibt, man spricht von „Neuroplastizität“. Das Gehirn baut sich ständig um, je nachdem wofür es benutzt wird. Wer etwas Neues über eine längere Zeit macht oder erlebt, verändert die Verschaltung seines Gehirns: er lernt dazu.

Doch unzweifelhaft fällt es vielen Erwachsenen schwerer zu lernen als Kindern.

Wie passt das zusammen?

Zum Lernen brauchen wir noch eine weitere Zutat, einen Dünger, der unsere Gehirnzellen anregt, sich neu zu verschalten und neue Gehirnzellen wachsen lässt,

Begeisterung.

Die Verschaltung des Gehirns wird nur verändert, wenn wir begeistert sind, wenn wir der subjektiven Meinung sind, dass das Gelernte wichtig für uns ist. Dann bekommen wir eine Gänsehaut, erleben eine Sternstunde, sind ganz hippelig und können gar nicht genug davon bekommen.

Kinder erleben solche Momente, in denen ihr Gehirnstoffwechsel Karusell, fährt bis zu 40 mal am Tag, in ganz verschiedenen Situationen, Erwachsene oft gar nicht. Sie glauben, alles schon mal erlebt zu haben und übersehen das Neue vor ihrer Nase.

So ist es auch beim Tischtennis.

Wenn jemand einen heranfliegenden Ball z.B. immer erst spät nimmt, ihn weit austrudeln lässt und dann auf Tischhöhe mit viel Oberschnitt aus der Hüfte spielt, begeistert ihn dieser Schlag so sehr, dass er ihn immer wieder wählt und immer bessser darin wird.

Sage ich jetzt eine Übung an, in der tischnah, über den Ball gegangen werden soll, um den Ball von oben zu ziehen, erlebt der Spieler das Gegenteil von Begeisterung, Frustration. Nichts klappt mehr, jeder Ball fliegt über den Tisch und, „wieso will der doofe Trainer eigentlich, dass ich das übe?“

Wenn etwas nicht klappt haben viele Menschen unangenehme Gefühlen, wie z.B. Wut, Trauer, Angst und reagieren, indem sie aufgeben und so weiterspielen, wie immer. Unzulänglichkeiten haben einen schlechten Ruf in unserer Gesellschaft, dafür werden wir oft gehänselt oder wir verurteilen uns selbst für das, was wir noch nicht so gut können.

Probier beim nächsten Training doch mal was aus.

Sag Dir doch mal: „Oh, spannend, das kann ich noch nicht, klasse, da will ich mehr von,  jetzt habe ich die Chance etwas Neues zu lernen.“

Hört sich komisch an? Ist es auch, doch Sehr effektiv. Ich würde vorschlagen das Wort „Fehler“ ganz zu streichen und es durch „Feedback“ zu ersetzen.

Kinder brauchen für diesen Prozess gute Lehrer, die immer wieder das Potenzial ihrer Schüler sehen und sie nicht verurteilen. Erwachsene haben die Chance, sich selbst ein guter Trainer zu sein. Dafür reicht es oft aus, seine Gedanken zu verändern, denn wie schon im Talmud steht:

„Gedanken werden zu Worte, Worte werden zu Taten, Taten werden zu Gewohnheiten, Gewohnheiten werden zum Charakter, Dein Charakter wird zu Deinem Schicksal.“

 

Kreisrangliste BAR 2018 Nw

Am Samstag, den 05.05.2018 dürften wir nach 3 Jahren endlich einmal wieder die Kreisranglisten des Barnimer Nachwuchses bei uns im Hangar 3 durchführen. Insgesamt waren 47 Schüler/innen und Jugendliche aus 8 Vereinen am Start. Wir traten mit insgesamt 9 Spielern in den verschiedenen Altersklassen an.

Das beste Ergebnis erspielte sich mit Gold bei den B-Schülern Bennet Buchert. Bennet spielte ein Klasse Turnier und gewann alle Spiele souverän. Das beste Spiel hob er sich allerdings für den Schluss auf. Dort deklassierte er den top Favorieten vom TTC Finow-Eberswalde, Jermaine Schultz klar mit 3:1.

Silber erkämpfte sich Lukas Juckel bei einer sehr großen und starken Konkurrenz bei den Jungen bis 18 Jahren. Lukas verlor nur knapp gegen einen sehr motivierten und stark antretenden Miron Keuler vom SV Motor Eberswalde. Auch die Leistungen von Alec Keiling waren sehr gut, der in dieser AK den 4. Platz erreichte.

Überraschend, aber am Schluss doch verdient, konnte Konstantien Schreier-Theurer seinen ersten Pokal in seiner beginnenden Tischtenniskarriere eringen. Er gewann nach dem 3:0 Sieg gegen den eigenen Mannschaftskollegen Max Scharf Bronze bei den C-Schülern.

Glückwunsch an die 3 Sieger!! Weiter so…

Alle Ergebnisse der Kreisranglisten BAR 2018 Nw können hier eingesehen werden!

10:6 Sieg der Schüler

Mannschaft 2017/18

Von links: Markus, Leo, Hans, Fabi, Sven, Bennet, Erik, Tom, Eli, Nick, Jörg

Im letzte Spiel der Saison 2017/18 in der Landesliga Schüler trafen wir vergangenen Sonntag auf TTV Top Spin Bernau, die auf dem 9. Platz direkt, hinter uns, darauf lauerten, sich für die Hinspielniederlage zu revangieren.

Unser Team ging mit Nick, Tom, Bennet und Fabian in den Einzeln und zusätzlich Erik und Elijah im Doppel an den Start. Vielleicht waren wir noch nicht ganz wach oder der große Fanclub der Bernauer beeindruckte uns so sehr, dass beide Doppel verloren gingen.

Danach holte Nick, der Käpten, mit 3:0 den für ihn ungewöhnlich deutlichen ersten Sieg des Spieles. Tom und Fabian taten es ihm gleich, während Bennet leider gegen Niklas verlor.

In der zweite Spielrunde gewannen wir drei Spiele, nur Fabian musste sich knapp geschlagen geben. Damit stand es also 6:4 und einige träumten wohl schon von einem klaren Sieg. Dann kamen die Bernauer aber besser ins Spiel und besiegten Tom und Bennet. Nick siegte klar, Fabian konnte seinen Gegener Paul nach 0:2 Rückstand im 5. Satz niederringen. Ein wichtiger Sieg, denn damit führte unser Team 8:6.

Unter dem Jubel der zahlreichen Mütter und Väter machten Nick und Fabian mit glatten Dreisatzsiegen alles klar und sicherten unserer Mannschaft den 8. Platz in der Liga.

Anschließend feierten wir das Ende der Saison mit Grillwurst, Salatbufett und leckeren Cocktails. Vielen Dank an alle Helfer, besonders an Tom für die alkoholfreien Cocktails und Erik fürs Grillen.

In der nächste Saison dürfen Erik, Oli und Nick altersbedingt nicht mehr bei den Schülern mitspielen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die jüngeren Spieler – Fabi, Bennet und Eli und die neu dazukommenden – Leo ist schon ganz heiß – schnell Anschluss finden und mit tollem Tischtennis auf sich aufmerksam machen werden.

Nur eine Frage bleibt: Wer wird der neue Kapitän? Seine Aufgabe: vorstellen der Mannschaften und anstimmen des Schlachtrufs:

Der Käpten ruft: „… und wir begrüßen unseren heutigen Gegner mit einem KRÄFTIGEN“ –
Alle flüstern: „Sport frei“

Ich glaube das geht noch besser …

Tischtennis kennt kein Alter

Im Tischtennis Spielt das Alter keine Rolle! Unser jüngster Spieler, Max ist 8 Jahre alt, und Ludwig feierte jüngst seinen 80. Geburtstag. Wenn beide gegeneinander spielen, kommt es oft zu einem ausgeglichenen Fight mit ungewissem Ausgang. Es stehen sich trotz des Altersunterschieds zwei gleichstarke Spieler gegenüber, und das macht einen riesen Spaß. Beide geben ihr Bestes und sind nach dem Spiel glücklich.

Sehr oft habe ich mich schon selbst erwischt, wie ich einen etwas langsam, gebückt daherkommenden Senior unterschätzt habe und mit 0:3 vom Tisch gefegt wurde, oder gegen einen zwölfjährigen Dreikäsehoch nicht den Hauch einer Chance hatte. Respekt gebührt jedem Spieler, unabhängig von Alter, Technik oder Schnelligkeit. Wir können immer etwas voneinander lernen: Die Älteren haben oft mehr Ballgefühl, mehr Übersicht und die psychologische Reife auf ihrer Seite, die Jungen spielen kraftvoller, experimentierfreudiger und mit der saubereren Technik.

Beim Kindertraining ist die Motivation am größten, wenn es gegen den Trainer geht. Da ist es endlich auch mal ein Vorteil, dass ich noch nicht so stark spiele, weil ich erst vor kurzem zum Tischtennis gekommen bin 🙂

Auch im Spitzentischtennis gibt es große Altersunterschiede: Timo Boll, der am 8.März 2018 37 Jahre alt wird, hat gerade seinen 12. Deutschen Meistertitel klar gemacht. Zudem steht er zum 4. Mal in seiner Kariere auf dem ersten Weltranglistenplatz. Der 13 jährige Tomokazu Harimoto ist 2017 als jüngster Spieler aller Zeiten in ein WM Viertelfinale eingezogen.

Sport fördert die Völkerverständigung, fremde Menschen gehen einem gemeinsamen Spiel nach und vergessen dabei ihre Vorurteile. Herkunft, Sprache, Bildung, spielen keine Rolle. Tischtennis stärkt zusätzlich die Generationenverständigung, die in unserer schnellebigen, digitalen Welt dringend gebraucht wird. Ganz nebenbei lernen die Jugendlichen, dass nur gut spielen kann, wer sich ganz auf das Hier und Jetzt im Spiel konzentriert und nicht gleichzeitig ein Video schaut, Musik hört und eine Nachricht schreibt. Das ist eine wichtige Kompetenz und Grundlage eines erfolgreichen Lebens. Timo Boll übt diese fokusierte Aufmerksamkeit übrigens bei Yoga und Meditation. Und die älteren Spieler unseres Vereins, lassen sich auch schon mal von den Youngsters zeigen, wie das mit der WhatsApp Gruppe geht und wo man gute Lernvideos auf Youtube findet.

Apopo: So wird man Tischtennis Weltstar:

Wer weiß, vielleicht haben wir den nächsten Timo Boll ja schon bei uns im Training…

Das ist Jo

TT-Schüler

Manchmal glaube ich, dass Tischtennis gar kein Einzelsport ist. Ist es ja auch nicht: Wir spielen Doppel, Chinesisch – wieso heißt Rundlauf eigentlich Chinesisch? – und Mannschaftswettkämpfe, bei denen 2, 3, 4 oder 6 Spieler zu einem Team gehören. Am meisten wird aber Einzel gespielt, auch beim Training und da kann es schon mal hoch hergehen: „Idiot, Dummkopf, Vollpfosten, schwul, Pussy, Spast, lahme Sau“, sind nur einige Schimpfworte, die durch die Halle fegen. Das Gute daran, es ist nie der Gegner gemeint, sondern immer der Spieler selbst. Außer beim Doppel, aber das ist ein andere Geschichte.

Hast Du schon mal überlegt, wer gemeint ist, wenn Du Dir zurufst: „Du Vollidiot, so kannst Du doch nicht spielen, das weißt Du doch.“?

Wer redet da eigentlich mit wem?

In der Psychologie spricht man von Persönlichkeitsanteilen und von denen haben wir eine ganze Menge. Schon Freud entdeckte das Es (Lustprinzip), das Ich (bewusstes Denken) und das Über-Ich (Gewissen) und je nachdem, wie genau man sucht, kann man noch viele weitere Bewohner im eigenen Oberstübchen entdecken.

Alle unsere Anteile haben eine gute Absicht. Sie wollen das aus ihrer Sicht Beste für uns erreichen. Da ist z.B. das Lustprinzip, auch innerer Schweinehund genannt. Er schützt uns vor Überanstrengung und sorgt dafür, dass wir das Leben genießen. Oder der Pedant, der nur glücklich ist, wenn alles genau so läuft, wie es geplant war. Oder der innere Antreiber, er will, dass wir uns anstrengen, perfekt sind, denn er hofft dadurch geliebt zu werden.

Meine Theorie: Tischtennisspieler haben einen besonderen Persönlichkeitsanteil, der fürs Tischtennisspielen zuständig ist, nennen wir ihn Jo. Nur wenn Jo alleine einschätzt, welche Geschwindigkeit, Spin und Flughöhe der ankommende Ball hat und er den Rückschlag selbstständig durchführt, kann gut gespielt werden. Das Ich ist also für eine gewisse Zeit ausgeschaltet und das ist auch gut so, denn unser bewusstes Denken ist nicht schnell genug, um einen guten Schlag durchzuführen, das kann nur Jo. Er ist der Spinexperte, er ist der Antizipationskönig und er ist sehr sensibel. Er ist ein kleiner, kreativer Künstler, der sich Zuspruch wünscht, der Anerkennung braucht und der gelobt werden will, wie ein kleines Kind.

Doch Lob und Zuspruch haben wir selbst wahrscheinlich gar nicht genug als Kind abbekommen, da wurden wir vielleicht eher zur Sauberkeit angehalten, sollten nicht rumträumen, nerven und anstrengend sein, sondern stets lieb und artig sein. Kein Wunder, dass wir Jo jetzt genauso behandeln.

Mein Vorschlag: Versuch im nächsten Spiel, kurz bevor das nächste Schimpfwort über Deine Lippen kommt, doch mal Jo in den Arm zu nehmen. Tröste ihn doch mal gedanklich, dass er einen so schlechten Schlag gespielt hat. Und stellt Euch zusammen vor, wie der nächste Schlag viel beserer wird. Dann noch ein gemeinsames Lachen und ich garantiere Dir, Du wirst gewinnen – oder zumindest besser spielen.

Und warum wird Rundlauf nun Chinesisch genannt?

Im Buch „1000 verrückte Tischtennis-Tatsachen“ steht, dass dies angeblich von den immer heiteren Gesichtern der Mitspieler komme, und dies so an das „Land des Lächelns“ erinnere.

Landesmeisterschaften 2017

An diesem Wochenende fanden die Landesmeisterschaften Nachwuchs mit den jeweils 24 besten brandenburgischen Tischtennisspieler in jeder Altersklasse statt. Wir waren mit 4 Teilnehmern am Start. Am Samstag spielte Antonia Fischer (14) bei den A-Schülerinnen und kam bei den Einzeln leider nicht über die Gruppenphase. Auch Anja Kopischke (13) trat bei den A-Schülerinnen an und schaffte es bis zum Achtelfinale, wo dann das Lospech ihr die künftige Siegerin des Turniers zugelost hat. Bennet Buchert (10) qualifizierte sich bei den C-Schülern. Er verlor ebenfalls leider sehr knapp im Achtelfinale und kann auf seine Leistung bis dahin sehr stolz sein. Am Sonntag überstand Antonia Fischer (14), die sich auch bei den Mädchen bis 18 J. qualifizieren konnte, die starke Vorrunde der bis zu 5 Jahre älteren Mädchen und kam bis ins Achtelfinale. Im Fazit können wir stolz auf unsere 4 Starter sein, sich für das Turnier qualifiziert zu haben, dennoch ist es Schade, dass es in diesem Jahr wieder keine Medaillie gab.

Anja holt 3. Platz bei der LBM 2017

Nick, Eliias, Markus und Anja bei LBEM 2017

Nick, Elijah, Markus und Anja

Alles Kopfsache, das weiß jeder Tischtennisspieler. Wenn es läuft, gelingen auch im Wettkampf schwierigste Schläge wie von Geisterhand, unser Gehirn ist im Flow-Zustand, alles fühlt sich einfach an, ein genial, krasses Gefühl. Doch wehe wehe, wenn der Kopf das eigene Spiel sabotiert, dann geht plötzlich gar nichts mehr.

Doch vorne angefangen. Am Samstag fanden die Landesbereichseinzelmeisterschaften Ost (C-SchülerInnen, A-SchülerInnen) in Hohen Neuendorf statt. Aus unserem Verein hatten sich Bennet, Elijah, Anja und Nick qualifiziert.

Elijah hat gut mitgespielt, musste aber feststellen, dass an diesem Tag gegen das spinbetonte Spiel seiner Gegner kein Kraut gewachsen war. Wie gut, das Markus, sein Vater, dabei war und ihn wieder aufbauen konnte.

Auch Bennet startete in der Schüler-C Konkurenz und konnte mit seinem starken Ballgefühl, Nervenstärke und guter Technik bis ins Viertelfinale vordringen. Hier lieferte er sich ein spannendes Match gegen den späteren Sieger der Konkurenz, Louis. Ein ums andere Mal spielte Bennet sein Gegenüber mit platzierten Rückhand-und gefühlvollen Vorhandangriffsschlägen aus. Erst im 5. Satz siegte Louis knapp aufgrund seiner besseren Topspins. Auch Bennets Vater war dabei und half bei der Betreuung.

Nick konnte in der starken A-Schüler Konkurenz viel Erfahrung sammeln. So erkannte er selbst einen Schwachpunkt seines Spiels: „Ich muss dringend an meinem Aufschlag arbeiten.“

Anja startete vielversprechend mit einem 3:2 Sieg gegen Angstgegnerin Leonie aus Finow. „Gegen die habe ich seit zwei Jahren nicht mehr gewonnen“, erklärte sie glücklich. Nach einem klaren 3:0 zog Anja als Gruppenerste ins Halbfinale ein und traf auf Victoria Arndt. Die war heute aber eine Nummer zu stark.

Im kleinen Finale um Platz 3 traf Anja auf die Zwillingsschwester, Veronica. Das Spiel war sehr ausgeglichen, die Entscheidung musste also im 5. Satz fallen. Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase schwächelte Anja und beim Spielstand von 1:7 rief ich: “ Timeout“. Anja kam mit hängenden Schultern zur Bande und fing an über das Netz, den Hallenboden, ihren Schläger und die Gegenspielerin zu meckern. Ich wußte nicht was ich sagen sollte. Nach einem Moment der Stille hatte ich eine Idee und sagte: „Das kannst Du sowieso nicht mehr gewinnen, spiel so, wie es Dir Spaß macht, versuch mal was neues, spiel mit der linken Hand oder so…“ Anja musste lachen und antwortet: „Was, nicht mehr gewinnen, spinnst Du, toller Trainer…“

Das Spiel ging weiter und Anja machte den ersten Punkt, den Zweiten, den Dritten und so weiter. Beim Spielstand von 6:8 nahm Victorias Trainer ebenfalls eine Auszeit, doch Anja war nicht mehr zu stoppen. Sie spielte jetzt auf der Siegerstraße und brachte das Ding mit 11:9 nach Hause.

Nachdem sie ihren Erfolg etwas verdaut hatte, fragte sie: „Meintest du wirklich, dass ich das Spiel nicht mehr gewinnen könne?“ Ich überlegte und antwortete: „Ich weiß es nicht.“

14. Stadtmeisterschaften 2017

Am Samstag, den 28.10.2017 fanden die 14. Stadtmeisterschaften der Stadt Werneuchen statt. Gespielt wurde in 4 Kategorien. Vereinsspieler, Hobbyspieler, Schüler bis 14 Jahre & Doppel gemischt gelost. Insgesamt waren 36 Spieler & Spielerinnen am Start. Hier sind die Ergebnisse:

Stadtmeister

1. Lukas Juckel
2. Stefan Lochner
3. Falko Gröning

Hobbyspieler:

1. Mikro Meißner
2. Markus Sasse
3. Alexander Bausdorf

Schüler bis 14 Jahre:

1. Nich Metzentin
2. Erik Gransee-Hess
3. Fabian Kramer

Doppel:

1. Uwe Koppe & Jörg Peleikis
2. Lukas Juckel & Mirko Meißner
3. Ben Neffin & Theodor Schreier

Bereichsrangliste 2017

An diesem Wochenende fanden die Bereichsranglisten Brandenburg-Ost des Nachwuchses in Hohen Neuendorf statt.

3 Werneuchener konnten sich dafür qualifizieren. Bennet (9 Jahre) spielte bei seiner ersten großen Rangliste sehr gut bei den C-Schülern mit und verlor viele Spiele nur knapp. Am Ende blieb er leider sieglos und wurde 10. im Turnier. Auch Lukas (16 Jahre) hatte keinen besseren Tag erwischt und konnte seine TTR-Wert Mitfavorietenrolle in der Jugendkonkurrenz bis 18 nicht gerecht werden. Leider gewann er nur 2 Spiele und wurde durch ein schlechteres Satzverhältnis zudem auch noch nur 9. von Zehn. Besser machte es Antonia Fischer (13 Jahre), die mit Ihrem 4. Platz bei der Mädchen Konkurrenz bis 18 nur knapp einen der ersten 3 Qualifiakationsplätze für die Verbandsrangliste verpasste. Sie ist damit Ersatzstarterin und kann noch auf einen Platz hoffen. In Ihrer Altersklasse, den A-Schüllerinnen (bis 14) ist sie bereits durch Ihre guten Leistungen im Vorjahr für die Verbandsrangliste qualifiziert.

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