Mit 7 Siegen in die Rückrunde

SV RW Werneuchen – TTC Frankfurt (Oder) II 8 : 3

Abgekämpft, duchgeschwitzt und überglücklich verlässt Ben die Box, in der er soeben sein 2. Fünfsatzspiel des Tages gewonnen hat und damit das 8:3 gegen TTC Frankfurt (Oder) perfekt gemacht hat. Als er wieder zu Atem gekommen ist, sagt er: „Sowas hat es in den 15 Jahren Punktspielbetrieb noch nicht gegeben: 14:0 Punkte aus den ersten 7 Spielen der Rückrunde, klasse!“ Mit diesem Sieg steht die 1. Mannschaft punktgleich mit Frankfurt auf dem 2. Tabellenplatz der 1. Landesklasse. Es bleibt also ein enger Meisterschaftskampf.

Lukas, Ben, Stefan und Alec (Calvin hatte sich im letzten Spiel an der Schulter verletzt und fällt für eine längere Zeit aus) hatten an diesem Tag in allen 5 Fünfsatzspielen die besseren Nerven und konnten so das sehr knappe Spiel mit einem klaren Ergebnis für sich entscheiden.

SV RW Werneuchen 2 – ESV Lok Küstrin-Kietz 8 : 6

Den Anfang der Siegesserie machte die 2. Mannschaft am 4.1.2019. Neben Alec und Falko traten Oliver und Jörg aus der 4. als Ersatz an. Beide Doppel gingen auf unser Konto und Alec hatte mit der Zwei von Küstrin keine Probleme. Die anderen konnten es ihm dann aber nicht gleich tun, so dass es nach der 1. Runde 3:3 stand. Sollte es wie in der Vorrunde zu einem Unentschieden kommen? Alec und Jörg verloren dann ihre zweiten Spiele, Oli und Falko gewannen hingegen. Danach siegten Alec und Falko, während Oli das Nachsehen hatte. Spielstand 7:5 vor dem letzten Spiel von Jörg (TTR: 1241) gegen Klaus Hohenstein (TTR:1405).

Und so habe ich das Spiel erlebt: „Ich war krasser Aussenseiter, der Küstriner stand aber mächtig unter Druck; er wollte unbedingt das Unentschieden retten. Es wurde ein sehr knappes, hochklassiges Spiel. Nach 9:11 schaffte ich das glückliche 12:10 und schien nach 11:6 im 3. Satz, schon auf der Siegerstraße zu sein. Der 4. Satz ging aber mit 8:11 verloren, so dass es in den 5. Satz ging. Schnell führte ich 5:0 und mein Gegner beschäftigte sich fast nur noch mit seinem eigenen Ärger. Punkt für Punkt erkämpfte ich mir den Spielstand von 10:6. Vier Matchbälle!! Ich habe es in der Vergangenheit schon oft erlebt, so ein Spiel doch noch zu vergeigen: alles richtig gemacht, über sich hinausgewachsen und dann, kurz vor dem verdienten Sieg, die Nerven verloren. Würde es jetzt wieder so sein, dachte ich und  verlor die nächsten 3 Punkte. Ich konnte in meinem Rücken fast Hans‘ Gedanken hören: „Den haut er ins Netz“. Tief durchatmen, warten und dann gelang mir ein schneller, paralleler Aufschlag in die Vorhand, den der Frankfurter nicht gut retournieren konnte, so dass ich mit einer langen Rückhand das Spiel gewinnen konnte. Der Jubel war herrlich.“

SV RW Werneuchen (Schüler) – TTC Finow-GEWO Eberswalde 10:5

Am 5.1. spielte unsere Jugendmannschaft in der Verbandsliga gegen die sehr starken, zweitplazierten Eberswalder, die zwar mit ihrer zweiten Garde antraten, aber immerhin die Damen Oberligaspielerin Chira Baltus (TTR 1693) dabei hatten. Nach den Doppeln lies Lukas der Nummer 2 in 3 Sätzen keine Chance, Alec traf auf Chira, die über 250 TTR Punkt mehr als er aufzuweisen hatte. Und so gingen die ersten beiden Sätze auch klar verloren. Im dritten Satz sah er schon wie der sichere Verlier aus, als er seinen Aufschlag umstellte. Ganz unerwartet kam Chira mit den sehr variablen Unter-, Ohne-, Oberschnitt Tomahawkaufschlägen nicht klar und spielte wieder und wieder ins Netz oder nur schwach zurück. Gerade noch rechtzeitig entschied Alec Satz 3 mit 12:10 für sich und blieb auf der Siegerstraße. Immer sicherer dominierte er und gewann schließlich lautstark umjubelt mit 3:2. Auch Lukas und Mika punkteten und machten klar, dass die anderen  Eberswalder ein geringeres Leistungsniveau hatten. Auch Lukas schlug Chiara in 5 Sätzen, die sich doch sehr ärgerte, an einem Spieltag satte 41 TTR Punkte verloren zu haben. Antonia steuerte noch einen Punkt zum Endstand von 10:5 hinzu und alle waren glücklich über diesen wichtigen Überraschungserfolg. Klasse gemacht!!

SV RW Werneuchen (Schüler) – TTV Top Spin Bernau 10:5

Sonntag, den 6.1. gings für unsere Schüler gegen den Tabellenletzten Bernau. Wir konnten in Bestbesetzung mit Bennet, Tom, Fabian und Leo antreten und einen nie gefährdeten Sieg einfahren. Einzig Felix Beck, der Doppelpartner von Bennet bei der Landesmeisterschaft, konnte alle Spiele für sich entscheiden, seine Mitspieler waren an diesem Tag eine Klasse schlechter.

 

SV RW Werneuchen 6 – TTC Finow-GEWO Eberswalde 11 10:2

Bärenstark und jederzeit ungefährdet konnten Hans, Holger, Norbert und Sven am 8.1. ihren ersten Rückrundenerfolg feiern. Besonders erfreulich ist, dass Neuling Sven sich gut in den Ligaspielbetrieb eingefunden hat und zwei Punkt holen konnte. Weiter so!!

 

SV RW Werneuchen 5 – TTV Wandlitz IV 10:5

Auch die 5. Mannschaft wollte nicht zurückstecken und gewann am 9.1. das Duell mit seinem direkten Tabellennachbarn klar. Bernhard konnte alle Spiele für sich entscheiden, Frank und Ingo steuerten 2 Zähler hinzu und Ralf kam zu einem Sieg. Eine schöne Mannschaftsleistung, die mit den zwei gewonnen Doppel gekrönt wurde. Weiter so, dann ist bald keine Rede mehr vom Abstieg!!

 

SV RW Werneuchen 3 – TTV Wandlitz III 10:2

Ganz klar gings auch für die 3. am 10.1. in Wandlitz zu. Lediglich Mario und Paul mussten ein Spiel abgeben, Remo und Axel siegten sicher in allen Spielen. Auf der 3. Tabellenposition könnten sie jetzt noch aus eigener Kraft an den vor ihnen platzierten Eberswalde und Biesenthal vorbeiziehen. Schauen wir mal!!

 

Serie: „Bestimmte Anzahl, Reihe gleichartiger, zueinanderpassender Dinge, die ein Ganzes, eine zusammenhängende Folge darstellen.“

Renovierung

9:45 Uhr Mario schreibt in den Gruppenchat: „Ist heute Training?“, Markus antwortet am schnellsten: „Nee, heute wird doch unser Tischtennis Raum renoviert!“ Das hat er auch bitter nötig: nach 10 Jahren ist an vielen Stellen die orangene Farbe abgeplatzt und wir haben uns an ihr satt gesehen. Ben hatte einige Farbtöne zur Auswahl gestellt und es wurden zwei Grautöne ausgewählt.

Pünktlich um 10:00 Uhr ging es mit den Vorbereitungs- und Säuberungsarbeiten los. Team 1 langte ordentlich zu und die 11 Helfer konnten schon um 12 Uhr mit dem Malern beginnen. Unterstützung erhielten Sie dann um 14:00 Uhr vom Team 2, das mit 10 Helfern auch ganz schön groß war. Punkt 18:30 Uhr war alles vollbracht und unser schöner Raum erstrahlte im neuen Glanz. Seht selbst:

 

Vele handen maken licht werk – Niederländisches Sprichwort

Weihnachtsschiessen

Das Jahr neigt sich zu Ende, die Halbsaison ist gespielt und alle Kinder freuen sich auf den Weihnachtsmann. Da ist es bei uns Brauch, das letzte Kindertraining etwas lockerer angehen zu lassen. So haben wir auch dieses Jahr nach einer Aufwärmjagd auf Jenga Steine das große Werneuchener Weihnachtsschießen veranstaltet. Die Regeln sind ganz einfach: Gespielt wird Chinesisch auf vier Tischtennisplatten, die über und über mit weihnachtlichen Süßigkeiten bedeckt sind. Wer einen Treffer auf der gegenüberliegenden Seite landet, behält seinen Fang. Außerdem darf der Ball zweimal auf der Platte aufkommen und zusätzlich auch einmal auf dem Hallenboden aufspringen:

Als zusätzliches Highlight hatte Hans Tischtennis-Schlüsselanhänger besorgt, die sehr gefragt waren. Konsti hatte im Spiel zwar meistens nicht so viel Glück, konnte aber im finalen Raubtiermodus einen Anhänger überglücklich ergattern.

Das Trainerteam freute sich besonders über das von den Kindern und Eltern organisierte Geschenk: 300g Schokolade und Essengutscheine für die Villa Toscana. Vielen Dank!

Allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2019.

 

Die schönsten Freuden fallen vom Himmel, unerwartet, wie die ersten Schneeflocken.

Landesmeisterschaft 2018

LEM 2018 Gruppe

Ausgeruht betraten wir um 8:00 Uhr die Turnhalle in Cottbus, in der am Sonntag, 9.12.2018, die Landesmeisterschaft der Jugend und Schüler B ausgetragen wurde. Wir waren schon am Abend zuvor angereist, hatten ein letztes Training am Wohnzimmertisch unserer Unterkunft nahe der Markgrafenmühle absolviert, reichlich „Körner“ mit italienischer Pasta getankt und Bennet als besten Pokerspieler gekührt.

Dann gings für Lukas zur Sache. Er traf im 1. Spiel auf den sehr starken Jannis Flehmer aus Roskow. Zwei gewonnene Sätze waren leider nicht genug, Lukas hatte mit 2:3 das Nachsehen. Im zweiten Spiel gegen Lennard Richter ging es erneut über fünf Sätze. Hier hatte Lukas das bessere Ende für sich und gewann mit 3:2 und zog damit in das Achtelfinale ein.

Antonia hatte sich viel vorgenommen und wollte ebenfalls unbedingt aus der Gruppe rauskommen. Zuerst gings gegen Lisa Quandt. Die Neuendorferin erwies sich aber als zu stark und Antonia musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Besser machte sie es dann gegen Ronja Wellstein, die sie klar mit 3:1 hinter sich ließ. Gut gemacht, das war das Ticket ins Achtelfinale.

Bennet konnte seine Poker-Glückssträhne leider nicht fortsetzen und verlor gegen den Sieger der Schüler C Konkurrenz des Vortags, Amadeus Hanisch, klar mir 0:3. Gegen Richard Kardarf aus Potsdam holte er den 3. und 4. Satz, musste sich aber trotzdem knapp mit 2:3 geschlagen geben. Schade, hier war Endstation für Bennet.

In der Doppelkonkurenz verloren Bennet und Felix (Bernau) leider klar mit 0:3.

Antonia und Leonie (Eberswalde) machten es besser und kamen bis ins Viertelfinale, wo sie dann aber auch ihre Meister fanden und etwas zu hoch mit 0:3 unterlagen.

Lukas und Sascha (Bernau) kämpften in ihrem Viertelfinale großartig, mussten sich schließlich aber im 5. Satz geschlagen geben.  Schade, das Halbfinale hätten sie verdient gehabt.

Dann spielte Lukas im Achtelfinale gegen Fabian Gehrke und obwohl er gut mithielt reichte es nicht zu einem Satzgewinn. Und auch Antonia hatte gegen die sehr starke Vanessa Gerloff keine Chance.

Insgesamt können wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Antonia und Lukas gehören zu den 16 besten Spielern ihrer Altersklasse in Brandenburg! Zur Landesspitze ist es nicht mehr weit, am Ende fehlten aber noch ein paar Meter. Ich wette Antonia, Bennet und Lukas werden in der nächsten Zeit alles daran setzen, ranzukommen.

Für alle anderen heißt es weiter trainieren, um auch einmal zur Landesmeisterschaft fahren zu können.

Alle Ergebnisse

 

Neue Trainingsjacken

Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit konnten wir den Schülern heute neue Trainingsjacken übergeben. Alle waren begeistert, dass vorne Ihr Name und hinten unser Tischtennislogo aufgedruckt ist.

Danach haben wir unser monatliches Schülerturnier ausgespielt, was allen wieder viel Spaß gemacht hat. Als special guest war heute Marco, Pauls Vater mit von der Partie, er hat gut mitgehalten!

Konstantin hat in Gruppe 3, Theo in Gruppe 2 und Tom in Gruppe 1 gewonnen. Sie steigen damit in die jeweils bessere Gruppe auf und müssen sich im nächsten Monat mit neuen, stärkeren Gegnern messen.

Schülerturnier 11/2018

„Siegen ist schön, doch der wahre Genuss liegt im Trösten der Verlierer.“ – Desmond Tutu

Welcher Motivationstyp bist Du?

Ich bin Teamplayer und gehöre damit zur Gruppe der Menschen, die glücklich sind, wenn sie äußere Erwartungen erfüllen. Es gibt laut Gretchen Rubin drei weitere Motivationstypen: Den Pflichterfüller, den Hinterfrager und den Rebellen.

Mach doch gleich diesen Test, um zu erfahren welcher Typ Du am ehesten bist.

Die Einteilung von Menschen in nur vier Gruppen verallgemeinert natürlich sehr stark. Es gibt verschiedene Mischformen und sogar unterschiedliches Verhalten je nach Kontext. Doch lies doch erstmal weiter, vielleicht ist diese Einteilung ja nützlich, um Dich und andere besser verstehen zu können. Und natürlich steht es Dir frei, Deine ganz eigene Meinung zu haben.

Es ist umstritten, ob die Charaktereigenschaften genetisch bestimmt sind oder erlernt werden. Ich glaube, das beides zutrifft. Veranlagungen führen zu einem bevorzugtem Verhalten und das Verhalten hat eine Reaktion der Umgebung zur Folge, die wieder auf das Verhalten zurück wirkt. Und so hat jedes Kind ab ca drei Jahren seine eigene Art mit äußeren und inneren Erwartungen umzugehen. Das erlebe ich auch als Trainer beim Tischtennis:

Der Teamplayer bemüht sich, gestellte Aufgaben zu erfüllen. Er zeigt anderen gerne etwas und er wächst über sich hinaus, wenn er den entscheidenen Punkt für die Mannschaft erringen kann. Hingegen hat er wenig Kraft, aus sich heraus, besser zu werden. Er verfolgt keine eigenen Ziele und kennt oft gar keinen Grund, wieso er zum Tischtennis geht. Für einen Verein sind Teamplayer sehr wichtig, denn sie engagieren sich gerne und oft, und auch in der Mannschaft verbreiten sie gute Stimmung.

Der Hinterfrager ist ganz anders drauf: Er schert sich nicht um äußere Erwartungen, wenn er deren Sinn nicht erkennen kann. Bei ihm nützt es überhaupt nichts zu sagen: „So wird ein ordentlicher Topspin gemacht.“ Der Hinterfrager möchte eine Erklärung für die Wirksamkeit der Anweisung. Das kann z.B. eine theoretische Erklärung zum Magnus-Effekt bei rotierenden Körpern oder die selbst gemachte Erfahrung bei einer Übung sein. Bei ihm bieten sich offene Übungen an wie z.B.: „Ich spiele Dir einen Unterschnittball zu und Du musst den besten Weg finden, den Ball gefährlich zurückzuspielen.“ Der Hinterfrager experimentiert und reflektiert, was bei seinem Schlag geschieht und wie er ihn verbessern kann. Im Erfolgsfall fühlt er sich selbstwirksam und lernt das Spiel aus sich heraus zu verbessern. Damit wird der Trainer nur noch zum Ratgeber und kann sich gemütlich zum Kaffeetrinken zurückziehen 🙂

Für viele Trainer (und Eltern) ist der Pflichterfüller der bevorzugte Motivationstyp. Er hält sich an äußere Erwartungen, weil er es von sich aus liebt, Pläne einzuhalten. So einem Spieler kann ich als Trainer einen großen Gefallen tun, wenn ich Wochen, Monats und Jahrespläne aufstelle und vor dem Training ankündige, wie der Ablauf der Übungen sein wird. Und falls ich das angekündigte Krafttraining am Ende der Stunde vergesse, wird er sich lautstark beschweren 🙂
Dieser Typ bringt einen riesigen Trainingsfleiß mit und kann es deshalb auch bei geringem Talent, weit bringen.

Der Vierte im Bunde ist der Rebell. Er widersetzt sich direkten Anweisungen und auch dem, was er selber will. Er erscheint oft als aufmüpfiger Störer, der die Autorität des Trainers in Frage stellt. Ein solcher Spieler sagt nach einem Spielverlust schon mal: „Ich höre jetzt sofort auf mit diesem doofen Sport, ich will nie wieder spielen.“ Er ist oft bockig und sagt: „Nee, das mach ich nicht.“ Er leidet unter sich selbst, weiß aber keine Hilfe.

Sehr gut funktioniert das IFF Prinzip bei ihm:
1.) Klare Informationen geben, z.B.: „Beim Schupf wird der Arm schräg nach vorn Richtung Netzoberkante geführt, der Ball wird tangential am Südpol getroffen.“
2.) Die Folgen des Befolgens oder Nichtbefolgens der Anweisungen mitteilen, z.B.: „Wenn Du es nicht so machst wirst Du viel öfter den Ball ins Netz spielen und Dein Spiel nicht verbessern.“
3.) Freie Entscheidung ermöglichen, z.B.: „Ich bin überzeugt so gehts am besten, aber Du darfst selbst entscheiden, wie Du spielst.“
Der Trainer muss aushalten, dass der Rebell seinen Willen bekommt und einige Übungen anders oder gar nicht mitspielt. Zugegeben eine große Herausforderung, gerade wenn der Trainer selbst ein Pflichterfüller ist.

Und was bringts?

Seitdem ich weiß, welche Motivationstypen es gibt und welche Tendenzen unsere Spieler haben, hat sich meine Freude am Training stark erhöht. Früher bin ich schon mal laut geworden oder habe einen Störer rausgeschmissen, jetzt versuche ich alle so zu behandeln, wie es am besten zu ihnen passt. Und wenn das bedeutet gar kein Training zu machen, sondern als bewegliche Balleimer-Litfaßsäule durch die Halle zu irren, dann geht das auch in Ordnung.

Und vielleicht wäre unsere Welt auch ein bisschen friedlicher, wenn alle akzeptierten, dass wir unterschiedlich sind und doch gleich.

„Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen“ – Theodor W. Adorno

Landesmeisterschaft wir kommen

Antonia, Lukas, Bennet und Trainer Sven satt und glücklich nach erfolgreicher Qualifikation

Heute gings um 6:30 Uhr nach Cottbus zum Qualifikationsturnier der diesjährigen Landeseinzelmeisterschaft der Jugendlichen und Schüler. Lukas(17) startete bei den Jungen, Antonia(15) bei den Mädchen und Bennet(11) in der Schüler B Konkurenz. Jeweils 9 von 16 Startern qualifizieren sich für die Landesmeisterschaft.

Ben hatte die klare Marschroute ausgegeben:

„Alles andere als die Qualifikation aller Teilnehmer ist eine Enttäuschung!“

Antonia ging hoch konzentriert an diese Aufgabe und fertigte Monique aus Sperenberg und Jolie aus Cottbus klar mit 3:0 ab. Damit hatte sie Ihr Ticket gelöst und konnte sich gleich wieder umziehen gehen. „Jetzt hätte ich gerne noch weitergespielt“, erklärte sie beim Hotdogessen im hervorragenden Turnierimbiss.

Lukas tat es ihr gleich und startete souverän mit 3:0 gegen Marvin aus Ludwigsfelde und Leander aus Hirschfeld. Das war schon sehr gut, doch nur der Gruppensieger würde sich direkt qualifizieren und da gings gegen den topgesetzten Bernauer Sascha Kiank. Gegen ihn hat Lukas noch nie gewonnen und mit 1704 TTR Punkten hat der Bernauer satte 123 Punkte mehr. Also eigentlich eine klare Sache.

Doch ein ums andere Mal legte Lukas die brandgefährlichen Aufschläge von Sascha kurz in die Rückhand und brachte seinen Kontrahenten damit aus dem Konzept. Seinerseits gelangen Lukas variantenreiche Aufschläge, die sein Gegenüber nur schwach retournieren konnte. Eins kam zum anderen und plötzlich stands 11:2 – für Lukas! Im zweiten und dritten Satz kam Sascha besser ins Spiel, doch Lukas blieb am Drücker und hatte immer wieder die bessere Antwort auf die wuchtigen Top Spins des Bernauers. So ging das Spiel mit 11:8 und 11:9 zu Ende und Lukas konnte es fast nicht glauben. „Sascha hatte heute einen schlechten Tag“, erklärte er später. Doch ich glaube  wichtiger war, dass Lukas sein Spiel konsequent durchgesetzt hat und von Anfang bis Ende Siegeslust ausgestrahlt hat. Klasse Lukas!

Bennet hatte es schwerer und verlor gegen Felix Beck aus Bernau klar mit 1:3 und auch seinem Namensvetter Bennet Ottmann aus Stahnsdorf musste er sich im 5. Satz mit 12:14 geschlagen geben. Doch ein Sieg im letzten Spiel gegen Janeck Dullin würde reichen, um Gruppendritter zu werden und damit die Chance auf die Qulifikation zu wahren.

Bennet ging unbeschwert ins Match gegen den formal schlechteren Gegner und gewann fast spielerisch 10:4 und 10:9. Doch alle Warnungen und Aufforderungen, konzentriert und ernsthaft weiterzuspielen verhallten in seinem jugendlichen Spielfreude. Der 3. Satz ging mit 13:15 verloren und mir schwante schlimmes, denn ein ungeschriebenes Tischtennisgesetz besagt:

„Wer 2:0 hinten liegt und den 3. Satz knapp gewinnt, gewinnt das Spiel mit 3:2.“

Doch Bennet widerlegte das Gesetz mit 11:5. Super!
Im folgenden Entscheidungsspiel traf er dann auf Mahmoud aus Schwedt, seinen Angstgegner.

„Da brauch ich gar nicht spielen, gegen den verlier ich immer“, war seine klare Ansage. Aber auch so ein Gesetz hält nicht ewig. Bennet spielte seine gefürchteten Rückhandblocks immer wieder in die linke und rechte Ecke des Tischs und damit konnte Mahmoud heute gar nichts anfangen. Nach 11:4 im ersten und zweiten und 6:11 im dritten Satz steuerten sie auf die Entscheidung im vierten Satz zu. Immer wieder parierte Bennet die erstklassigen Topspins seines Gegners und setzte ihn seinerseits unter Druck.

Beim Stand von 7:5 kam es es dann zu einer entscheidenden Situation: Mahmoud machte einen Aufschlag und Bennet plazierte den Rückschlag in die weite Vorhand, Punkt für Bennet. Im Anschluss fiel den beiden Spielern aber auf, dass Bennet hätte aufschlagen müssen. Da es aber keinen Schiedsrichter gab mussten sich die Spieler selbst einigen, wie in dieser Situation zu verfahren ist.

Hättest Du es gewusst?

Der Punkt zählt und das Aufschlagsrecht geht danach für einen Punkt an den anderen Spieler. Nach einer längeren Diskussion machten die Beiden es genau so. Mahmoud geriet aber etwas aus dem Tritt und Bennet verwandelte seinen ersten Matchball zum 11:8. Geschafft.

Die Landesmeisterschaft findet am 9.12. wieder in Cottbus statt und ich vermute, wir müssen dann wieder so früh aufstehen 🙁

Drei der jeweils besten 24 Spieler in Brandenburg begleiten zu können, ist für uns Trainer der wahre Lohn des ehrenamtlichen Engagements. Und dafür schlagen wir uns auch gerne mal einen Sonntag um die Ohren 🙂

Klasse Toni, Bennet und Lukas, das habt ihr toll gemacht.

Schüler auf dem 2. Platz der Landesliga

Am letzten Sonntag siegte unsere Schülermannschaft klar mit 10:2 gegen TTC Frankfurt (Oder).
Bennet, Fabian, Elijah und Leo machten kurzen Prozess mit der jungen Mannschaft aus Frankfurt, obwohl Mannschaftskapitän Tom krankheitsbedingt nicht mitspielen konnte. Der frisch gebackene C-Lizenztrainer Markus freute sich, dass die kämpferische Einstellung von Elijahs mit einem Sieg belohnt wurde.

Es zeigt sich, dass wir diese Saison sogar Ausfälle einzelner Leistungsträgern ausgleichen können und die andere Spieler gute Optionen bieten!

Am 24.11. gehts zum Abschluss der Vorrunde zum ungeschlagenen Spitzenreiter Motor Hennigsdorf.

Tabelle 12.11.2018

Ich bin gespannt, ob wir dann (hoffentlich in Bestbesetzung) den einen oder anderen Punkt entführen können.

Gold, Silber und Bronze bei den Landesbereichsmeisterschaften 2018

„Die schönsten Geschenke sind doch die, mit denen man sich selbst beschenkt“, mag sich Antonia gedacht haben, als sie zwei Tage nach ihrem 15. Geburtstag, den Siegerpokal bei dem Landesbereichsmeisterschaften geholt hatte: 1.Platz LBEM 2018

Oder es war die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft, die Lukas zum 3. Platz in der top besetzten Jungen Konkurenz führte:3.Platz LBEM 2018

Gemeinsam zogen Antonia und Anja in das Finale im Doppel der Mädchen ein und verloren nur ganz knapp:

2.Platz LBEM 2018

Vielleicht hat aber auch die fantasievolle Unterstützung der drei Betreuer Marco, Sven und Jörg einen Anteil daran, dass auch Tom, Bennet, Alec, Konstantin und Paul ihr bestes Tischtennis zeigen konnten.

Team LBEM 2018

Anja, Tom und Alec kamen bis ins Viertelfinale, Konstantin und Paul leider nicht über die Gruppenphase hinaus.

Eine Meisterschaft ist wunderbar, noch wichtig sind aber die Einsichten, welche die Spieler selbst haben. Konstantin sagte mir nach dem Spiel: „Ich muss dringend besser Vorhand spielen, können wir das bitte trainieren?!“ Und Paul besiegte sich ein ums andere Mal selbst, indem er nach einem missglückten Ball den Schläger nicht ins Korn warf sondern, an sich glaubte und weitermachte. Und Bennet ist auf gutem Weg, mehr Rotation in seine Vorhand zu bekommen, das wirksamste Tischtenniselement.

Nicht nur dieses Turnier sondern auch unsere aktuelle, gute Platzierung in der Schüler Landesliga (3. Platz) zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, eine neue Gruppe von erfolgreichen Nachwuchsspielern zu formen.

Weiter so …

Kreismeisterschaften 2018

Am Sonntag, den 14. Oktober 2018 richten wir die Kreismeisterschaft der Schüler und Jugend in unserer Sporthalle aus. Alle Angehörige und Freunde des kleinen Plastikballs sind herzlich eingeladen dabei zu sein und mit zu fiebern. Los gehts um 10:00 Uhr, Siegerehrung gegen 17:00 Uhr.

Ich bin sehr gespannt, wem es gelingen wird, auf die Kreismeister Liste des SV RW Werneuchens zu kommen. Gute Chancen haben Lukas Jukel, der in diesem Jahr das letzte Mal in der Jugendkonkurenz antreten darf, Alec Keiling, der diese Saison mit aufsteigender Leistungstendenz als Mannschaftsführer der 2. Herrenmannschaft spielt und Antonia Fischer, die mit 6 Titeln die vereinsinterne Kreismeisterliste anführt.

Ebenso können Bennet Buchert und Newcomer Leonard Gossow auf Edelmetal in der B-Schüler Konkurenz (geb. nach 1.1.2006) hoffen.

In der C-Schüler Konkurenz (geb. nach 1.1.2008) haben wir mit Max Scharf, Konstantin Theurer, Paul Jüttner und Erik Winter vier Eisen im Feuer, für die es in erster Linie darum gehen wird, Wettkampferfahrung zu sammeln. Aber gerade bei unseren ganz jungen Spielern könnte es ja auch mal dazu kommen, dass einer unerwartet über sich hinauswächst…

Viel Spaß allen Teilnehmern und ein kräftiges Sport frei.

1 2